“ Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“ (Konfuzius)

Heutzutage weiß jeder, dass es wichtig ist sich auf etwas zu spezialisieren, um auf einem so umkämpften Markt, wie der der Übersetzung,  konkurrenzfähig zu sein. In dieser Hinsicht stand jeder Übersetzer schon einmal vor dem Problem:

Was soll mein Fachgebiet werden?

Es ist nur menschlich, dass man jeder Entscheidung, die unsere Zukunft betrifft, skeptisch gegenübersteht, um so mehr, wenn man keine verlässlichen Parameter als Grundlage hat.

Auf was sollte man also bei der Wahl eines Fachgebietes achten?

Man kann diese Frage aus zwei Blickwinkeln betrachten. Zum einen, aus dem Persönlichen und, zum anderen, aus dem Wirtschaftlichen.

„Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten“. (Konfuzius)

Meiner Meinung nach ist es auf lange Sicht immer ein Fachgebiet oder Fachgebiete zu wählen, die einem auch wirklich gefallen . Denn sollten wir in diesem Fachgebieten erfolgreich sein, werden wir unser ganzes Berufsleben damit beschäftigt sein, Texte dieses Fachgebiets zu übersetzen und unsere Kenntnisse zu erweitern.

Es kann jedoch sein, dass der Markt für die Fachgebiete, die uns am meisten Spaß machen würden, entweder sehr umkämpft, sehr klein oder gar inexistent ist.

Wenn wir es jedoch schaffen sollten unseren Weg zu gehen, werden wir an jedes Projekt mit Freude herangehen. Gibt es eine bessere Belohnung?

Wähle deinen Beruf nach deine Vorkenntnissen

Für alle die, die erst nach einer anderen Ausbildung oder einem Studium in die Übersetzungsbranche gerutscht sind, ist es ratsam sich ein Fachgebiet auszusuchen, dass mit ihrer vorherigen Ausbildung zu tun hat. Ein Teil der nötigen Fachkenntnisse hat man ja schon erworben, warum sollte sie man also nicht einsetzen?

Es sei denn man hat eine gewisse Abneigung gegen den zuvor erlernten Beruf entwickelt, was nicht selten der Fall ist.

Orientiere dich an deinen privaten Kontakten

Viele Übersetzer haben sich bei der Wahl ihrer Fachgebiete von den Berufen ihrer Familien und Freunde inspirieren lassen.

Zum Beispiel, der Sohn eines Arztes, der sich auf hauptsächlich medizinische Übersetzungen macht, die Ehefrau eines Juristen, die sich auf die Übersetzungen von Urkunden und rechtlichen Unterlagen spezialisiert hat, usw.

Der Vorteil dabei, ist dass man bei Fragen zum Thema auf einen Berater zurückgreifen kann, der einem auch bei der Fachterminologie Hilfestellung leisten kann.

Außerdem können diese privaten Kontakte auch beruflich hilfreich sein, um in der jeweiligen Brachen Fuß zu fassen.

Abgesehen von den persönlichen Vorlieben, kann man sich bei der Wahl der  Fachgebiete auch am Markt orientieren.

Orientiere dich am Markt

Abgesehen von den persönlichen Vorlieben sollte man bei der Wahl der Fachgebiete auch immer den Markt im Auge haben. Es wäre logisch sich ein Fachgebiet mit hoher Nachfrage zu wählen, da man so viele Möglichkeite hätte, um in der Branche Fuß zu fassen und bessere Chance hätte Geld zu verdienen.

Oder auch nicht. Märkte mit hoher Nachfrage, weisen meist auch ein hohes Angebot auf, weshalb man mit vielen Konkurrenten rechnen muss, die wiederum alles versuchen werden, um ihre Position zu verteidigen. Daher ist es sehr schwer sich auf einem massifizierten Markt eine Position zu sichern.

Eine bessere Wahl wäre aufstreben Märkte, auf denen es noch kein großes Angebot an Übersetzern gibt. Daher wäre es unsere Aufgabe weltweit oder regional jene Märkte ausfindig zu machen, welche ein internationales Publikum ansprechen wollen.

Dies ist jedoch kein leichtes Unterfangen. Dazu müssen wir zuerst zwei fragen beantworten:

  1.  Welche aufstrebenden Märkte brauchen Übersetzungen?
  2.  Wie hoch ist die Anzahl der Fachübersetzer, die diese Nachfrage auffangen können?
Um die erste Frage beantworten zu können, muss eine Marktanalyse durchgeführt werden. Es gibt jedoch sehr wenige, die gezielt den Übersetzungsmarkt  analysieren.
Hier stellt einem dann aber die Frage, inwiefern diese Marktanalyse freiberuflichen Übersetzern nutzen, da sie meist das Arbeitsvolumen von Übersetzungsagenturen fokussiert sind. Man könnte also davon ausgehen, dass Übersetzungsagenturen die Hauptkunden von freiberuflichen Übersetzern sind, was nicht immer zutrifft.
Außerdem können auch andere Bericht über expandierende Wirtschaftssektoren von Nutzen sein, da die Informationen über aufstrebende Märkte liefern und auch unsere eigene Sicht des Weltmarktes kann hilfreich sein. Uns interessieren die Industrien der Länder unsrer Ausgangssprache, welche in die Länder unserer Zielsprache expandieren möchten. Hier sind wir gefragt.
Die Antwort auf die zweite Frage ist weitaus komplexer, da dieser Frage sehr selten gestellt wird, obwohl sie genauso wichtig ist wie die Erste.
Leider gibt es diesbezüglich aber keine Bericht. Allerdings, besteht die Möglichkeit indirekt ungefähre Informationen zu bekommen. Bei den Übersetzerverbänden kann man einsehen, wie viele Mitglieder sie haben sowie einige Fachgebiete der Mitglieder und deren Sprachkombinationen.
Egal welche Fachgebiete ihr wählt, es ist viel Arbeit sich auf dem Übersetzungsmarkt einen Namen zu machen, aber nicht unmöglich. Man darf nur nicht aufgeben. Wir tun es auch nicht.

 

 

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